von 1987 » Di 30. Okt 2018, 23:41
Das Beste zu bieten, was die Modellbahnszene zu bieten hat, ist immer ein subjektiver Vorgang. Das ist für mich weder gut noch schlecht. Und irgendwo müssen sie die Anlagen ja casten, die sie in Utrecht zeigen wollten. Dafür haben sie übers Jahr schon sehr viel Aufwand getätigt, den andere Veranstalter nicht auf sich nehmen und das Spoorwegmuseum offenbar ebenso scheut.
Dass in Utrecht keine Anlagen gezeigt wurden, die in Utrecht zuvor schon an anderer Stelle zu sehen waren, halte ich für richtig und selbstverständlich. Wenn ich 200 km aus Deutschland anreise, viel Eintritt zahle, um dann festzustellen, dass es nur eine kleine Kopie der letzten Ausstellung in derselben Stadt war, würde ich mich auf den Arm genommen fühlen. Und eben solche Erfahrungen können wir leider auf vielen anderen Ausstellungen machen, wo nur loakle/regionale Aussteller mit immer denselben Exponaten zum Zuge kommen oder gerade mal 100 km auseinanderliegend, gleiche Anlagen auf zwei zeitlich ebenfalls nah beieinander liegenden Messen auftauchen.
Den formulierten Anspruch, die weltbesten Anlagen zu zeigen und einen "Ritterschlag" auszusprechen, hatten die Organisatoren nie. Ich habe sie ja kennen lernen dürfen und Arroganz war da nicht zu spüren. Wenn die OnTraXS! als eine Art Weltmeisterschaft galt und eine Einladung als solche Ehre empfunden wurde, dann resultierte das aus den Eindrücken der Besucher und damit dann auch Aussteller, die sich über eine Einladung gefreut haben. Ich kenne keine andere Messe (Korrektur: ich kenne genau eine weitere), wo vergleichbar Wert darauf gelegt wurde, den Besuchern stets nur Neues zu zeigen, das einem Mindestanspruch an Gestaltung, handwerklichem Können, Präsentationsform und Ausleuchtung genügt.
Auf Torstens Beschreibung passt aus meiner Wahrnehmung exakt eine Anlage unter rund 25, von der ich nicht mal sicher bin, ob sie Gegenstand der Publikumswahl war. Mit dem neuen Konzept wird die Modeltrein Expo nicht zwangsläufig schlecht, aber sie büßt ihre Einmaligkeit ein. Sie wird eine Messe wie fast jede andere auch sein. Da werde ich dann auch entsprechend abwägen, was ich an Reise-, Park- und Eintrittskosten im Vergleich zu ihren Wettbewerbsveranstaltungen habe. Ich denke und befürchte, diese Ausstellung wird austauschbar und gegen die viel größere Eurospoor auf Dauer nicht bestehen können.
Zum Erleben vor Ort: Die Aussteller und Organisatioren haben sich eher wie eine "große Familie" gefühlt. Das war vergleichbar dem, was wir in Zell (Mosel) in kleinerem Kreis erleben und schätzen. Gemeinsamkeit fängt erst richtig an, wenn die Tore geschlossen haben - täglich. Auch das machte sie (und auch andere Ausstellungen im Ausland) so einmalig und schön. Hierzulande spielt das auf Messen meist keine Rolle, da wird dann ein großer "Saufabend" gemacht, bei dem eh keine neuen Kontakte entstehen.
Holger
Das Beste zu bieten, was die Modellbahnszene zu bieten hat, ist immer ein subjektiver Vorgang. Das ist für mich weder gut noch schlecht. Und irgendwo müssen sie die Anlagen ja casten, die sie in Utrecht zeigen wollten. Dafür haben sie übers Jahr schon sehr viel Aufwand getätigt, den andere Veranstalter nicht auf sich nehmen und das Spoorwegmuseum offenbar ebenso scheut.
Dass in Utrecht keine Anlagen gezeigt wurden, die in Utrecht zuvor schon an anderer Stelle zu sehen waren, halte ich für richtig und selbstverständlich. Wenn ich 200 km aus Deutschland anreise, viel Eintritt zahle, um dann festzustellen, dass es nur eine kleine Kopie der letzten Ausstellung in derselben Stadt war, würde ich mich auf den Arm genommen fühlen. Und eben solche Erfahrungen können wir leider auf vielen anderen Ausstellungen machen, wo nur loakle/regionale Aussteller mit immer denselben Exponaten zum Zuge kommen oder gerade mal 100 km auseinanderliegend, gleiche Anlagen auf zwei zeitlich ebenfalls nah beieinander liegenden Messen auftauchen.
Den formulierten Anspruch, die weltbesten Anlagen zu zeigen und einen "Ritterschlag" auszusprechen, hatten die Organisatoren nie. Ich habe sie ja kennen lernen dürfen und Arroganz war da nicht zu spüren. Wenn die OnTraXS! als eine Art Weltmeisterschaft galt und eine Einladung als solche Ehre empfunden wurde, dann resultierte das aus den Eindrücken der Besucher und damit dann auch Aussteller, die sich über eine Einladung gefreut haben. Ich kenne keine andere Messe (Korrektur: ich kenne [u]genau eine[/u] weitere), wo vergleichbar Wert darauf gelegt wurde, den Besuchern stets nur Neues zu zeigen, das einem Mindestanspruch an Gestaltung, handwerklichem Können, Präsentationsform und Ausleuchtung genügt.
Auf Torstens Beschreibung passt aus meiner Wahrnehmung exakt eine Anlage unter rund 25, von der ich nicht mal sicher bin, ob sie Gegenstand der Publikumswahl war. Mit dem neuen Konzept wird die Modeltrein Expo nicht zwangsläufig schlecht, aber sie büßt ihre Einmaligkeit ein. Sie wird eine Messe wie fast jede andere auch sein. Da werde ich dann auch entsprechend abwägen, was ich an Reise-, Park- und Eintrittskosten im Vergleich zu ihren Wettbewerbsveranstaltungen habe. Ich denke und befürchte, diese Ausstellung wird austauschbar und gegen die viel größere Eurospoor auf Dauer nicht bestehen können.
Zum Erleben vor Ort: Die Aussteller und Organisatioren haben sich eher wie eine "große Familie" gefühlt. Das war vergleichbar dem, was wir in Zell (Mosel) in kleinerem Kreis erleben und schätzen. Gemeinsamkeit fängt erst richtig an, wenn die Tore geschlossen haben - täglich. Auch das machte sie (und auch andere Ausstellungen im Ausland) so einmalig und schön. Hierzulande spielt das auf Messen meist keine Rolle, da wird dann ein großer "Saufabend" gemacht, bei dem eh keine neuen Kontakte entstehen.
Holger