Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

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Axel Hempelmann
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Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von Axel Hempelmann » Mo 8. Okt 2018, 18:34


Andre
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von Andre » Mo 8. Okt 2018, 18:50

Tja, ist wie im Modellbau, nicht jeder Wagen passt an dem Bahnsteig. ;)

Gruß André

DiRo
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von DiRo » Mo 8. Okt 2018, 19:45

Ja, Ja, die.liebe Rheinbahn. Hätten sie mal besser nicht bei den Bombis bestellt.

Zoltan
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von Zoltan » Mo 8. Okt 2018, 19:47

Manager eben. Genau wie Politiker. Nichts überraschendes. Ahnung haben muss man von gar nichts, um Millionenboni zu bekommen und gleichzeitig Steuermillionen zu verprasseln.

LGZ

Torsten83
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von Torsten83 » Mo 8. Okt 2018, 19:52

Die neuen sollen doch eh die GT8SU ersetzen, die dürfen wegen der Achserkennung auch heute nicht in den Duisburger Tunnel...

Mücke wird Elefant :roll: die Lösung ist doch einfach die Beibehaltung der heutigen Einsatzlinien. Sprich HF6 fahren wie GT8SU überwiegend auf der U75 sowie Verstärker der U77 und selten U70.

Mit SIEMENS wäre das nicht passiert? Schwere Geschichte, aber der Siemens Nachfolger der Stadtbahnwagen B "CitySprinter" hat ja nun leider eine eher traurige Geschichte - kam danach noch was von Siemens in die Richtung? Zu letzt hatte man eher gelesen, das man sich mit extrem hohen Preisen eher geweigert hat, den Stadtbahnwagen B weiter zu bauen. Dortmund soll ja unter anderem Interesse gehabt haben...

zettie94
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von zettie94 » Di 9. Okt 2018, 11:20

DiRo hat geschrieben:
Mo 8. Okt 2018, 19:45
Ja, Ja, die.liebe Rheinbahn. Hätten sie mal besser nicht bei den Bombis bestellt.
Wenn Siemens die falschen Masse geliefert kriegt, würden sie wohl auch falsch bauen...

Torsten83
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von Torsten83 » Di 9. Okt 2018, 11:32

Und wie bereits geschrieben, wurden die Beschaffung der neuen HF6 primär genehmigt zur Ablösung der GT8SU:

"Die Rheinbahn in Düsseldorf investiert in neue Züge. Der Vorstand berichtete jetzt dem Aufsichtsrat über den geplanten Millionen-Auftrag. [...] Die neuen Bahnen werden die erste U-Bahn-Generation der 1970er Jahre ablösen. Es handelt sich dabei um bis zu 40 Jahre alte Straßenbahnen des Typs GT8SU, die in den 1980er Jahren für den U-Bahn-Verkehr umgebaut wurden und erst vor Kurzem noch einmal saniert wurden, um wenigstens noch eine Weile fahren zu können. Doch irgendwann sind auch ihre Tage gezählt.

Nachfolger wird die rund 3,5 Millionen Euro teure Hochflur-Stadtbahn vom Typ HF6, die es bisher nur im Modell gibt (siehe Foto). Im nächsten Jahr startet das Vergabeverfahren. Die Züge können später sowohl auf den U-Bahn-Linien als auch im Straßenbahnverkehr eingesetzt werden, weil die Trittstufen ausklappbar sein werden." https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/ ... 14196.html

Die Bahnen erfüllen somit die Forderungen und können die GT8SU in Düsseldorf voll umfänglich ersetzen, da diese ja auch nicht nach Duisburg fahren dürfen. Der Test in Duisburg hat allenfalls gezeigt, dass die Rheinbahn keine weiteren HF6 unverändert nach kaufen kann, wenn sie damit nach Duisburg fahren möchte - dafür hat sie allerdings auch noch über 90 B80-Alu im Fuhrpark, die gar nicht zum zeitnahen Austausch anstehen...

Gruß,
Torsten

caseyjones
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von caseyjones » Di 9. Okt 2018, 12:44

Hallo Torsten,
also nur wichtigtuerische Aufregung von Leuten (Journalisten) denen es an Hintergrundwissen mangelt? Und unglückliche Pressearbeit der "Rheinbahn"? So sieht es anscheinend aus. Also sollte die Rheinbahn vielleicht ihren Pressesprecher 'rausschmeißen, schön mit den neuen Zügen fahren - und gut ist es.
Uli

DiRo
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von DiRo » Di 9. Okt 2018, 17:48

zettie94 hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 11:20
DiRo hat geschrieben:
Mo 8. Okt 2018, 19:45
Ja, Ja, die.liebe Rheinbahn. Hätten sie mal besser nicht bei den Bombis bestellt.
Wenn Siemens die falschen Masse geliefert kriegt, würden sie wohl auch falsch bauen...
Nachfragen hilft meistens.

Torsten83
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Re: Desaster für die Düsseldorfer "Rheinbahn"

Beitrag von Torsten83 » Di 9. Okt 2018, 17:53

Hallo Uli,

im Endeffekt kann es bei der Rheinbahn ein Schmu sein, wo man gerne mal neue Gründe vorschiebt und Fakten alternativ darstellt, wie man es gerade braucht. Im DSO steht auch, dass nur ein Anbauteil eines Drehgestelles hängen bleibt, die Schäden wären dramatisiert dargestellt.

Unsere Niederflurbahnen haben zum Beispiel keine Klimaanlage erhalten, weil Siemens nicht garantieren konnte, dass ominöse Gewichtsgrenzen auf Brücken eingehalten werden. Deshalb wurden auch die B80-Stadtbahnwagen nicht nach-klimatisiert - dazu muss man wissen, als die B80-Stahl auf die Schienen kamen, wurden die ersten 6 Stück aber ab Werk mit einer Klimaanlage ausgeliefert und die Brückeneinstürze waren nicht zu befürchten. Das Gerücht der seltsamen Begrenzung kam nämlich erst später auf... störte bei der Rheinbahn auch keinen, nachdem sie darauf mehrfach hingewiesen wurde und diente bis vor kurzem noch als Begründung. Beim HF6, den man ja mit der Kölner KVB zusammen bestellt, ist das Problem auch wieder in Luft aufgelöst, wie man es eben gerade braucht...

So ähnlich könnte es nun auch sein, dass man dem Aufsichtsrat (und der Stadt) bei der Bestellung vorgespielt hat, das man mit den HF6 die alten GT8SU ersetzen muss, weil die durch sind und dann die U75 als Bahn mit dem bisher ältesten Material dann nun als Entschädigung auch als erstes die neuen Bahnen bekommt... (hatte man bei der ehemaligen 708 in den 90ern so vollzogen)
In Wirklichkeit möchte man aber eigentlich die B80 nach Duisburg ersetzen, kann man dem Nachbarbetrieb mit den modernen HF6 wieder vorführen, wie klamm dieser ist und ersetzt mit den frei gewordenen B80 dann die GT8SU...

Die Rheinbahn ersetzt auch mit der Nachbestellung der HF6 ihre wenigen Exemplare der B80-Stahl... angeblich nicht um eine Splittergattung los zu werden, sondern weil die bösen hohen Trittstufen so schwer zu erklimmen sind für gebrechliche Menschen. Das ist richtig, diese Bahnen haben eine Stufe weniger, als ihre älteren (GT8SU) und jüngeren (B80-Alu) Kollegen im Fuhrpark - aber: wenn die Ablösung der B80-Stahl 2022 ansteht mit der Auslieferung der letzten HF6-Serie, sollen auch beinahe alle Stationen schon auf Hochbahnsteig umgebaut sein. Die B80 Stahl könnten auf kompletten Linien ohne Treppennutzung weiter eingesetzt werden. Und wenn die Rheinbahn ach so rücksichtsvoll wäre, dann würde sie die B80-Stahl auch heute nie in Doppeltraktion einsetzen, tut sie allerdings seit ungefähr 2 Jahren sogar recht regelmäßig und gerne gerade auf der U75 und U78, wo man gelegentlich noch von der Straße aus in die Bahn klettern muss.

So sage ich im Endeffekt: wenn sich die Rheinbahn an ihre Versprechungen von der Bestellung hält, dann fährt der HF6 nach Neuss und gibt es kein Problem mit dem Duisburger Tunnel. Das man es nun so thematisiert hat mit Presse-Kommunikation und sich beim Prototyp als ungeschickt hinstellt, zeugt aus meiner Sicht davon, dass man sich an das alte Versprechen eben nicht halten will. Man wird die HF6-Serie nun tauglich für den Duisburger Tunnel herrichten lassen (was ein Glück, das man einen Prototypen hat ;) ), damit sie dann nach Duisburg und Krefeld pendeln - die Strecke nach Neuss bekommt, wie früher auch, das ältere Wagenmaterial.

Gruß,
Torsten

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