[S21] Teurer und später

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hafenbahnhof
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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von hafenbahnhof » Mo 5. Feb 2018, 14:51

Äh, wo bitte schön werden in Deutschland Bahnhöfe zu klein? Die Kapazitäten wurden und werden doch eher abgebaut.

Bei Stuttgart 21 ging es darum, die frei werdende Fläche des Kopfbahnhofes als Immobilienprojekt zu entwickeln. Natürlich will die Bahn auch gern Geld einsparen hinsichtlich Lokwechsel, Fahrtrichtungswechsel etc..

Hier in Hamburg-Altona passiert doch das gleiche, der Kopf-Bahnhof, welcher sicherlich nicht an Kapazitätsengpässen leidet, wird abgerissen und auf Höhe der jetzigen S-Bahnstation Diebsteich an der Strecke Hamburg-Hauptbahnhof nach Kiel soll ersatzweise ein neuer Durchgangsbahnhof entstehen. Die frei werdenden Flächen am jetzigen Bahnhof und den zugehörigen Gleisen können dann bebaut werden, die derzeit eher gewerblich geprägte Gegend an der Station Diebsteich wird damit städtebaulich aufgewertet. In Hamburg ist die Bahn wenigstens so ehrlich, dass sie sagt, dass es ihr um das Kassemachen geht.

In Stuttgart müssen eben irre Diskussion um Abfertigungszeiten und Kapazitäten für den nötigen Sand in den Augen sorgen, damit die Normalbürger nicht erkennen, dass hier nur gigantisch Kohle gemacht werden soll.

zettie94
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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von zettie94 » Mo 5. Feb 2018, 15:39

Stadtentwicklung ist sicherlich ein Thema, in der Schweiz drängen da aber eher die Städte drauf als die Bahnen...
Und natürlich ist ein Durchgangsbahnhof betrieblich deutlich einfacher als ein Kopfbahnhof.

Hast du einen Beleg dafür, dass Kapazitäten abgebaut werden? Ich kenne nur die Schweizer Zahlen und konnte auf die Schnelle auch nichts für Deutschland finden. Hierzulande wird bis 2030 mit einer Verdoppelung der Passagierzahlen im Schienenverkehr gegenüber 2010 gerechnet.

hafenbahnhof
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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von hafenbahnhof » Mo 5. Feb 2018, 16:01

Mit dem Abbau von Kapazitäten meine ich Streckenstilllegungen und Gleisabbau in weiter bestehenden Bahnhöfen. Meines Wissens wird auch in Deutschland mit steigenden Fahrgastzahlen gerechnet, allerdings gibt es Kapazitätsprobleme wohl eher aufgrund der Streckenbelegungen als wegen zu geringer Anzahl von Abfertigungsgleisen in Bahnhöfen.

Otti
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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von Otti » Mo 5. Feb 2018, 16:18

hafenbahnhof hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 16:01
..., allerdings gibt es Kapazitätsprobleme wohl eher aufgrund der Streckenbelegungen als wegen zu geringer Anzahl von Abfertigungsgleisen in Bahnhöfen.
:? öh, dann lesen Sie bitte hier :
https://www.abendblatt.de/hamburg/hambu ... hnhof.html

Mattias Mirza
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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von Mattias Mirza » Mo 5. Feb 2018, 16:26

Geht leider nur angemeldet.
Gruß
Mattias

hafenbahnhof
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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von hafenbahnhof » Mo 5. Feb 2018, 16:33

Hallo Otti,
auch wenn ich als Abonnent des gedruckten Abendblattes Deinen Link zum Digitalartikel nicht lesen kann (ich nenne das mal Abzockerei), hast Du natürlich Recht, der Hbf ist immer ziemlich zugerummelt. Aber der Hamburger Untergrund würde neben den existierenden S-Bahntunneln auch noch einige Fernbahntunnel hergeben. Die Geologie käme den Planern in Hamburg nicht so in die Quere wie in Stuttgart. Ich glaube aber, dass das Problem des Hamburger Hauptbahnhofes die geringe Anzahl der Ausfahrts- bzw. der sich daran anschließenden Streckengleise ist. Da bekommt man gar nicht so viel Züge drauf, wie eigentlich gleichzeitig von den belegten Abfertigungsgleisen ausfahren müssten. Und Richtung Kiel beispielsweise hält der Zug nach ein paar hundert Metern schon wieder in Dammtor, wo es keine Überholmöglichkeit gibt. Richtung Lübeck sieht es auch nicht viel besser aus, aber das erlebst Du ja vermutlich häufiger ;)

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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von audiofux » Fr 9. Mär 2018, 16:05

Mal ein sinngemäßes Zitat von Stefan Siller, einem ehemaligen "Leute"-Moderator vom SWR, getätigt beim alljährlichen Fischsuppe-Essen in Böblingen als Festredner:

Er war früher auch pro S21, hat sich dann aber mit der Materie vertraut gemacht und ist dadurch massiv umgeschwenkt. Ein Argument der Befürworter, dass es soviele Gegner gibt, war ja immer, dass nicht ausreichend kommuniziert wurde. Das Problem ist aber, wäre ausreichend kommuniziert worden, wäre das Vorhaben nie begonnen worden!

Meine Interpretetation: man wurde also massiv verarscht!

Zur Info: Stefan Siller interviewte in seiner Sendung mehrfach Befürworter und Gegner des Projekts, dabei auch hochrangige Personen wie z.B. Herrn Grube, und kann sich damit wohl ein relativ objektives Bild machen, vor allem mit seiner journalistischen Vorbildung.

Gruß,
Stephan

MIQUEL
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TV-Tipp SWR Fernsehen 17.3.18

Beitrag von MIQUEL » Fr 9. Mär 2018, 19:26

TV-TIPP - passend zum Thema:
am Sa., 17.3.18 um 15:45 Uhr - im Südwest-Fernsehen SWR (Wdh.: Mo., 19.3.18 um 15:45 Uhr)
Neue ER-Folge #925: ,Bahnmagazin Südwest - Die Milliarden-Projekte'

https://www.swr.de/eisenbahn-romantik/f ... index.html

Klaus M
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Wer hätte das gedacht?

Beitrag von Klaus M » Fr 20. Apr 2018, 12:46

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 0812a.html

Und das ist das bestgeplante Projekt der Bahn.

Klaus

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Re: [S21] Teurer und später

Beitrag von Torsten83 » Fr 20. Apr 2018, 14:33

Hmm, kommt mir bekannt vor: Freitag, 25.11.2016
"Nun hat sich sogar Konzernchef Rüdiger Grube, der lange in Stuttgart gelebt hat, deutlicher denn je von dem Vorhaben distanziert. "Ich habe Stuttgart 21 nicht erfunden und hätte es auch nicht gemacht", sagte er nach SPIEGEL-Informationen auf einer Veranstaltung des Bundesverbands Führungskräfte Deutscher Bahnen. " http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 23067.html

Vor eineinhalb Jahren hatten wir diese Äußerung vom damaligen Chef quasi schon mal - geändert hat sich was?

Ist das Teil einer Taktik? Ja lieber Gegner, im Prinzip habt ihr ja recht, aber jetzt haben wir begonnen. Wenn ihr schon Recht bekommt, macht ihr dann bisschen weniger Protest und Störung bitte? Wir buddeln dann mal weiter... ;)

Gruß,
Torsten

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