Biosprit bei der DB

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Aki
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Biosprit bei der DB

Beitrag von Aki »

Das die 218er das noch erleben dürfen

https://www.spiegel.de/auto/ausstieg-au ... 9NcCvtlFcJ
Gunnar Häberer
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von Gunnar Häberer »

Oh, ich freu mich schon auf die Katastrophenmeldungen, wenn im Winter nur ein einziger Baum durch seine Eislast beim Umstürzen den Fahrdraht von den Masten auf der Intercity-Strecke reißt! Wie kurzsichtig das ist, wenn man nur noch auf ein einziges Antriebskonzept setzt, hat man in der Vergangenheit ja schon mehrmals gesehen. Ich empfehle den Einbau von Tretlagern. So machen wir dann aus dem Waggon eine Draisine mit der die Fahrgäste sich dann wenigstens in den nächsten Bahnhof retten können!

Auch ich bin schon mit meinem Auto Biodiesel gefahren. Bis 2025 sollten dann die Motoren das gleiche Schicksal wie meiner teilen. Dichtungen und Schläuche wurden weich und die Kraftstoffförderpumpe quittierte ihren Dienst, und das trotz Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers (VAG)!
Aki
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von Aki »

Gunnar Häberer hat geschrieben: Mi 20. Jul 2022, 19:00

Auch ich bin schon mit meinem Auto Biodiesel gefahren. Bis 2025 sollten dann die Motoren das gleiche Schicksal wie meiner teilen. Dichtungen und Schläuche wurden weich und die Kraftstoffförderpumpe quittierte ihren Dienst, und das trotz Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers (VAG)!
Naja, die Dieselmotoren in den 218er sind wohl etwas unempfindlicher und nicht überwiegend Fehlkonstruktionen wie bei VAG.
Gunnar Häberer
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von Gunnar Häberer »

Was meinst Du, wie viele und wie schön weit gestreut die DB ihre letzten Diesel bundesweit dann in der Fläche stationieren wird bei den knapp 2 Prozent Strecke, von denen im Artikel gesprochen wird?
Wie lange wird es wohl dauern, bis der Diesel den ICE bei defekter Oberleitung von der Strecke ziehen kann? Bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich wohl mit dem Nothammer schon die Scheiben eingeschlagen, um Luft in dieser Büchse zu bekommen.
Köf
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von Köf »

Deutschland entwickelt sich zurück…. Lächerliches Land.
Das wird Probleme geben ohne Ende, aber bei der Bahn kennt man sie ja eh schon. 🤣🤦🏻
Zoltan
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von Zoltan »

Das bringt aber nix zur Minderung des CO2-Ausstosses.
Das Biozeug verbrennt genauso und macht Abgase.
hafenbahnhof
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von hafenbahnhof »

Zoltan, die Bilanz sieht so aus:

Zunâchst werden der Atmosphäre C-Atome in Form von CO2 entnommen, weil eine wachsende Pflanze diese durch Photosynthese in ihren Körper einbaut. Wenn dann aus organischen Abfallen wie Grünschnitt oder Pflanzenresten der Lebensmittelproduktion Biodiesel hergestellt wird, enthält dieser die C-Atome, die vorher durch die Pflanze der Atmosphäre entnommen wurden. Wenn ich diesen Sprit jetzt verbrenne, füge ich der Atmosphäre genau jene C-Atome in Form von CO2 zu, die
vorher entnommen wurden.

Man nennt so etwas auch Nullsummenspiel.

Es geht darum, die Atmosphäre nicht zusätzlich zu belasten. Und das wird sie so auch nicht.

Was soll also diese Polemik?
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von hafenbahnhof »

Köf hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 06:55 Deutschland entwickelt sich zurück…. Lächerliches Land.
...
:roll:
Gunnar Häberer
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von Gunnar Häberer »

Jens und Zoltan,

Ihr habt beide Recht!
Jens, Du hast den Kreislauf gut dargestellt. Das ist genau das Bild, was uns vermittelt werden soll.
Allerdings vergessen wir dabei eine Sache. Um zum Endprodukt Bio-Sprit (-Diesel) zu kommen, sind diverse chemische Prozesse notwendig.
Diese dürften in ihren Eigenschaft fast ausschließlich endotherme Reaktionen sein. Das heißt, ich muss zur Einleitung und Aufrecherhaltung dieser Prozesse noch ne Menge Energie aufbringen. Es ist also nicht so ein Nullsummenspiel, wie es uns immer suggeriert wird. Das trifft nun dummerweise auch für Wasserstoffgewinnung und Herstellung von Autobatterien zu. Man kann sich aber hierzu so einigen, dass die Energiebilanz deutlch günstiger ausfallen kann, als bei den bisher verwendeten Antriebskonzepten.
hafenbahnhof
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Re: Biosprit bei der DB

Beitrag von hafenbahnhof »

Gunnar,

du hast insofern recht, als dass derzeit mit dem vorhandenen Energiemix die zuzuführende Energie auch auf fossiler Energie beruht. Die Energie, die die Sonne an die Erde abgibt, ist aber in menschlichen Maßstäben gesehen unendlich und wird bis zu dem Tag anhalten, wenn aus der Sonne ein roter Riese wird und die Erde verschluckt.

Wenn es der Menschheit in der hoffentlich recht nahen Zukunft gelingt, all die benötigte Energie, auch die z.B. zum Ausgleich von Energieverlusten bei der Herstellung von Batterien, der Speicherung und der bei der Herstellung von Windkraft-, Photovoltaik- und Gezeitenkraftwerken erforderlichen Energie aus dem unendlichen Energiefluss der Sonne abzuzapfen, ist es schlichtweg egal, wie endotherm irgendwelche Herstellungsprozesse sind. Es ist immer genug Energie da.

Das mag für den einen oder anderen zwar utopisch klingen, ist aber die (machbare) Zukunft. Ansonsten haben wir keine mehr.
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