schyby hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 18:18
Wenn ich richtig gezählt habe, haben sich 15 Personen an dem Beitrag beteiligt, das wären derzeit 1,3% der
im Forum angemeldeten Nutzer, von 1155 Personen.
Das sagt wenig aus, denn in anderen Strängen unseres Forums finden sich meist auch nicht mehr, oft sogar weniger aktive Schreiber.
Wir müssen hier bedenken, daß wir hier im Forum
durchschnittlich zu den Rentnern oder zur älteren Generation gehören. Dort finden sich weniger Leute die aktiv werden oder z.B. auf die Straße gehen.
Und vor diesem Hintergrund halte ich es schon für eine Frechheit, wenn der SWR in seiner Antwort im BW-Landtag argumentiert er wolle sich mehr auf die jüngeren Zuschauer fokussieren.
Erstens wird unsere Gesellschaft im Schnitt immer älter und zweitens zahlt auch die ältere Generation dieselben Rundfunkbeiträge. Insofern zieht auch das wohl abwertend gemeinte "Florian-Silbereisen-Argument" nicht - denn die AC/DC-, Kiss- und Stones-Fans sind ja genau so alt....
Wenn man dann also argumentiert es hätten ja nur 32.000 Menschen die Petition unterstützt, dann möchte ich mal die sonst gerne genommene "Dunkelziffer" ins Spiel bringen: Wir wissen nicht, wieviele Leute sich den Erhalt wünschen; wir wissen nicht einmal, wieviele Zuschauer überhaupt von der Petition erfahren haben.
Die angeführten 40 Millionen Beitragszahler verdeutlichen allenfalls, daß bei so vielen Menschen unterschiedlicher Interessenlage erst Recht ein Eisenbahn-Format gesendet werden muß, bedenkt man die Ausstrahlungen für alle möglichen Randgruppen. Selbst die meistgesehene Sendung - Tagesschau - wird nur von etwas über 9 Millionen Zuschauern gesehen - also von einer
Minderheit....
Im Vergleich zu teuren Sportrechten, großen Shows oder fiktionalen Großproduktionen ist ein Reisereportage-Format wie „Eisenbahn‑Romantik“ relativ kosteneffizient. Und wie wenig es kostet, wissen wir ja indirekt, wenn der SWR von nur einer Million Einsparung pro Jahr spricht.
Zum Vergleich: Der SWR nimmt 1,1 Milliarden € Rundfunkbeiträge pro Jahr ein! Die Einsparung beträgt also nicht mal ein Tausendstel.
Statt einer kompletten Einstellung rege ich an, Alternativen zu prüfen:
Reduzierte Zahl neuer Folgen pro Jahr
stärkere Verwertung in Mediathek, Social Media und Bildungskontexten
Kooperationen mit Bahnunternehmen, Museen und Tourismusverbänden
- und vielleicht könnte ein neuer Moderator das Format etwas in Richtung Technik verschieben, Zillertalbähnli hin oder her; wo ist der Speed vom ICE oder die Power vom Big Boy? Kam nie richtig rüber.
So ließen sich Kosten senken, ohne das Format ganz aufzugeben.
Wenn man denn wollte!
Viele Grüße,
Michael