Roggemann Modellwerk

Vorstellung von neuen Herstellern und Produkten, die sich nicht den einzelnen Themen zuordnen lassen

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Moderator: Harald

zettie94
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von zettie94 »

@Fabian: Ich habe gerade die Bietschtalbrücke von Faller gebaut. Der Spur-N-Bausatz ist vom Massstab her eigentlich Z. Wieso habt ihr ausgerechnet dieses Modell gewählt, von dem es bereits einen detaillierteren Bausatz auf dem Markt gibt? Zwar hat der Faller-Bausatz durchaus seine Schwächen, diese treffen aber auf euren Bausatz den Bildern nach zu urteilen genau gleich zu. Hauptkritikpunkt: die Brücke ist gerade. Dabei ist das Original gerade deswegen so imposant, weil es in einem Bogen liegt. Glücklicherweise lässt sich das bei einem Bausatz ja relativ einfach beheben.

Ich freue mich aber auf die angekündigten NSB-Wagen. So ein Bergenbahn-Zug wäre durchaus eine Überlegung wert...

Gruss aus der Schweiz,
Julian
FabianCR
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von FabianCR »

Hallo Julian!

Zunächst einmal Danke für dein Feedback und deine Meinung! ;-)

Was die Bietschtal-Brücke betrifft, so glaube ich, dass das in diesem Fall eher deine subjektive Meinung ist, und nicht unbedingt die allgemeine Wahrnehmung aller Z-Bahner: Dieser Bausatz hat sich in der kurzen Zeit von allen Produkten mit Abstand am besten verkauft; es scheint also nicht so, dass bisher alle Z-Bahner auf den Spur N Bausatz von Faller zurückgreifen.

Was Du zum Thema Größe ansprichst, ist absolut richtig - viele größere Gebäudemodelle, dazu zählen auch die Brücken, werden bei Ihrer Umwandlung in Spur Z Modelle deutlich kleiner als es eigentlich dem Maßstab entsprechen würde - das ist Hersteller-übergreifend so und hat sicher mit der durchschnittlichen Anlagengröße in Z zu tun; kleiner Fun Fact: Unsere Bietschtal-Brücke war in Ihrer ursprünglichen Version deutlich größer, wir haben sie dann erst auf die Kritik einiger ausgewählter Tester hin auf die jetzigen Proportionen hin "geschrumpft"; es bringt ja auch nichts, Monumentalbauten zu entwickeln die dann kaum einer kauft, weil sie auf keine Anlage passen.

Dass die echte Brücke "geknickt" ist, und nicht gerade - wissen wir natürlich ;-) Dass wir unsere dennoch gerade ausliefern - so wie es die Fa. Faller auch macht, hat natürlich seine Gründe: Weil es für die meisten Kunden so besser passt. Konstruktiv wäre es für uns ein Leichtes, das im Bausatz umzusetzen. Unser Bausatz ist, so denke ich zumindest, deutlich schneller aufzubauen als der Faller Spur N Bausatz, auch das war eines unserer Ziele - den habe ich aber nie aufgebaut, vielleicht kannst Du mal schreiben, wie dort in etwa die Bauzeit ist (Nur Zusammenbau).

Die Bietschtalbrücke ist tatsächlich noch eines der Produkte, dass ich ursprünglich für uns selbst und unsere eigene Anlage entwickelt hatte, noch bevor es überhaupt den Gedanken gab, das Ganze auch gewerblich anzubieten. Wir sind aber immer offen für neue Produktvorschläge: Wenn Du eine andere beeindruckende Brücke im Kopf hast, die Du gern als Spur Z Bausatz sehen würdest, immer her mit den Ideen - Ich entwickle gern noch eine weitere Brücke!

Stichwort Monumentalbauten: Wir werden noch die Forth Bridge (Edinburgh, UK) herausbringen; die wird - so man denn alle Segmente verbaut - die mit Abstand größte und beeindruckendste Brücke im Sortiment werden. Man kann aber auch nur einen Teil der Segmente verbauen, dann ist sie nicht ganz so groß. Hier hat die Konstruktion aber gerade erst begonnen, noch gibt´s nichts zu sehen :-)

Die NSB B7 Wagen kommen, hier ist jedoch die Entwicklung relativ anspruchsvoll, deswegen wird auch das noch etwas dauern; wir warten gerade noch auf zugelieferte Teile.

Schönen Sonntag!

Herzliche Grüße,

Fabian
zettie94
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von zettie94 »

Hallo Fabian

Ich habe bewusst auf die Bietschtalbrücke von Faller zurückgegriffen - nicht nur weil es das bei der Planung meiner Anlage einzige Modell der Brücke war, sondern auch, weil es eben massstäblich sehr gut passt. Vermutlich bin ich aber bei den Z-Bahnern tatsächlich eher in der Minderheit, wenn ich die Spur Z nicht als Mittel ansehe, um möglichst viel auf möglichst wenig Platz zu machen, sondern stattdessen eben eine massstäbliche Szene nachzubilden, die in anderen Baugrössen schlicht zu viel Platz benötigen würde. Ich verfolge also eher das Motto: Wenn ich für eine massstäbliche Brücke keinen Platz habe, dann baue ich eine andere Brücke. Nicht, dann verkleinere ich die Brücke so lange, bis sie Platz hat. Mein Modul mit der Bietschtalbrücke wird entsprechend auch eine stattliche Grösse von 50 x 80 cm haben.

Die Bauzeit für die Bietschtalbrücke von Faller würde ich im Originalaufbau auf ca. 2-3 h schätzen. Ich brauchte aufgrund der Änderungen am Bausatz deutlich länger (Geländer in der Höhe stutzen, Anpassungen und neue Teile für die Kurve). Ausserdem werde ich sie noch lackieren, die blaue Farbe ab Werk hat mit dem Original nicht viel zu tun. Insgesamt ergibt sich aber mit relativ überschaubarem Aufwand ein sehr vorbildnahes und relativ detailliertes Modell.
Hauptunterschied zu eurem Bausatz ist wohl die Nachbildung der diversen Treppen und Stege innerhalb der Brücke, was beim Zusammenbau entsprechend Zeit benötigt. Abgesehen davon ist sie sehr ähnlich aufgebaut.

Die Forth Bridge ist natürlich sehr beeindruckend und ich bin ein grosser Fan des Originals. Wenn man da am Ufer steht und dem Zug etwa 2 min beim Überqueren der Brücke zusehen kann, ist das schon sehr cool. Massstäblich umgesetzt in Spur Z würde die Brücke aber etwa 11 m lang und es fehlt komplett an passendem Rollmaterial. Und ich bin, wie auch bei der Bietschtalbrücke, einfach nicht überzeugt, dass das ganze in skalierter Form immer noch so gut aussieht. Aber eben, ich bin nicht massgebend und das Modell wird bestimmt seine Käufer finden.
In Spur T hat mal jemand ein massstäbliches Modell der Forth Bridge gebaut, Spur Z wäre doppelt so lang...: https://www.youtube.com/watch?v=e5r-jleB3Ys

Betreffend B7: So ein Zug wäre ein Traum: https://flic.kr/p/2kmndTv

Gruss, Julian
FabianCR
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von FabianCR »

Hallo Julian,

Ja - das sind die Kompromisse, an die auch wir uns ein wenig gewöhnen müssen; und ein Stück weit auch der Unterschied zwischen Kleinserie Privat und Gewerblicher Hersteller. Den gesunden, guten Mittelweg und eine Art konstante Linie dafür zu finden - das ist dann die Firmen-DNA.

Grundsätzlich ist das auch unser Ansatz. Nicht noch den 7. Kreis unterbringen, sondern eher die einspurige Strecke im Gebirge mal wirken lassen. Wir bauen gerade eine große, neue Z-Anlage - auch um ein wenig mehr Platz auch für die größeren Bauwerke zu haben. Ganz Scale kriegen wir die Forth Bridge sicher auch nicht hin, aber doch würdig und nicht so gedrungen. Lass`Dich überraschen.

Bzgl. der Bergensbanen: Ja, das sind die etwas eigenartig aussehenden B7 Wagen, noch im Alten NSB rot; mittlerweile sind sie Alle silber/grün in den Farben von "Vy", wobei diese Wagen normalerweise nur noch in den Nachtzügen vorkommen - der Tages-Fernverkehr wird mittlerweile ausschließlich mit Triebzügen abgewickelt. Nicht mehr viel zu tun für die schönen EL-18 (Auf Re460 Basis)...

Herzliche Grüße,

Fabian
ubiminor
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von ubiminor »

zettie94 hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 16:17 Vermutlich bin ich aber bei den Z-Bahnern tatsächlich eher in der Minderheit, wenn ich die Spur Z nicht als Mittel ansehe, um möglichst viel auf möglichst wenig Platz zu machen, sondern stattdessen eben eine massstäbliche Szene nachzubilden, die in anderen Baugrössen schlicht zu viel Platz benötigen würde.
That's my principle as well, and I believe this is real strength of the Z scale.
FabianCR
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von FabianCR »

Hallo Zusammen,

Heute war sozusagen "Rollout" für den ersten Prototypen unserer neuen Eurodual. Insgesamt sind wir sehr zufrieden damit, was natürlich nicht bedeutet, dass das eine oder andere noch angepasst werden muss.

Fahren können wir die Lok leider noch nicht, da die Lok noch die klobigen V320-Drehgestellblenden unter den Hufen hat, die zu den Stirnseiten hin gegen den Lokkasten stoßen; das wird sich alsbald ändern. Die Unterflur-Anbauten sind ebenfalls noch nicht getauscht, die Pantos liegen lediglich auf und die Kleinteile sind hier noch nicht montiert. Von der Konstruktion bis hierhin ist jetzt aber schon ein gutes Stück der Wegstrecke gegangen.

Einige Details werden wir noch verbessern: Unter anderem fehlen noch zwei Leitungen im Dachgarten, die Lüftergitter in den Seitenwänden werden wir nochmal etwas "nachschärfen" ohne diese zu sehr aus der Proportion zu heben, sowie einige weitere Kleinigkeiten. Im Groben und Ganzen sind wir aber für den ersten Wurf ganz zufrieden. Insgesamt haben wir viele Details - teilweise welche, von denen ich nicht gedacht hätte, das man sie sehen können wird - hervorbringen können, unter anderem die vielen feinen Lüftergitter im Dachgarten und sämtliche Leitungen; Auch das Netz der zwei großen Ventilatoren im Dach ist im richtigen Winkel gut zu erkennen.

Herzliche Grüße,

Fabian
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mdvholland
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von mdvholland »

Very nice detailing of the roof. The buffers look a bit too thick...?

Matt
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Re: Roggemann Modellwerk

Beitrag von FabianCR »

Hi Matt,

Many thanks! They are a bit thick, it´s down to the material of the shell; of course it can be made thinner, but then there´s an increased risk of it breaking on impact or when handling the loco - and of course railways remain "contact sport"... ;-)

Fabian
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