Warum Hacker Züge reparieren mussten

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Axel Hempelmann
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Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Axel Hempelmann »

Ich habe heute dieses Video von Bahnblick.eu entdeckt:
"Mehrere moderne Regionalzüge des Typs Impuls 45WE bleiben nach der Wartung plötzlich stehe.... obwohl technisch alles in Ordnung scheint.
Der Instandhalter SPS (Serwis Pojazdów Szynowych) findet keinen Fehler, der Hersteller Newag verweigert Unterstützung.

Wie Hacker dies lösen konnten erfährt ihr in diesem Video."


Die Geschichte ist eigentlich schon mehr als 2 Jahre alt, Quelle ist der Bericht vom Kongress der Hackergruppe "Dragon Sector", hier anzuschauen (in Englisch):
https://youtu.be/XrlrbfGZo2k?si=yIb0eoe8dMQ7yvfL

Dazu sollte man auch den damaligen Artikel auf heise.de lesen, in dem der Hersteller Newag dazu Stellung nimmt:
https://www.heise.de/news/Mysterioese-A ... 78096.html

Ich finde es zumindest bemerkenswert, was heute in der Software (nicht nur) von Eisenahn-Fahrzeugen enthalten ist.
Ich denke, bei den Autoherstellern kann man Ähnliches finden.

Was wohl CRRC in ihren Zügen z. B für die Westbahn eingebaut hat???
Andre
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Andre »

..... bei E-Autos ist es ja schon üblich, dass der Hersteller Zugriff auf die Software hat. Da kann es schon mal morgens beim Starten des Wagens nach einem "Software-Update" auch eine Überraschung geben. :? Big Brother is watching you.

Gruß André
Klaus M
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Klaus M »

oder Fahrzeuge, bei denen der Hersteller freigeben muß, dass man den Kofferraum aufmachen darf. Blöd, wenn der dann pleite geht und keiner weiß, wie lange der Cloud-Service noch funktioniert.

Klaus
oliverz
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von oliverz »

Nicht nur bei E-Autos und Zügen ...

So hat Mercedes Ende 2024 die Server und Dienste abgeschaltet, die eine App für den Smart EQ benötigte. Teilweise waren die betroffenen Autos kaum ein Jahr alt. Mercedes sagte damals, dass die Autos auch ohne App voll funktionsfähig seien:

https://www.dr-stoll-kollegen.de/news-u ... art-kunden

Schöne moderne Welt :?

Viele Grüße
Oliver
Achse
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Achse »

Als mein Noise-Cancelling-Kopfhörer nur mit einem Account per App steuerbar sein sollte, habe ich in der Bucht nach dem alten Modell gesucht.

Mein Traincontroller ist Version 9 und ich habe gebraucht einen zweiten Dongle gekauft. Der PC dazu ist offline.

Wir haben uns um eine Solaranlage bemüht, die angeblich (!) ohne Kontakt zu ihrem Server Strom liefert.

Mein Auto ist 10 Jahre alt und ich hoffe, dass es noch 20 Jahre hält. Mercedes me verweigere ich. Navi-Updates verweigern die. Mit Ausreden. Deswegen kommt das Auto dieses Jahr erstmals in eine freie Werkstatt. Die können das auch nicht. Sie kosten aber keine 1300€.

Gerade soll ein deutsches Rüstungs-Startup einen Zuschlag erhalten, an dem Peter Thiel beteiligt ist.

Man muss nicht alles mitmachen. Gilt für uns alle. Im ID Polo gibt es wieder Tasten. Geht doch!
Zuletzt geändert von Achse am Di 27. Jan 2026, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
Klaus M
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Klaus M »

Es müssen nicht immer die Hersteller schuld sein
https://www.autozeitung.de/ecall-2g-abs ... 09482.html

Klaus
Achse
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Achse »

Das wäre dann wie Windows 11, nur teurer. Viel teurer. Ich gehe dann zu Fuß. Aber meine Typgenehmigung ist ja älter als 2018 :mrgreen:
oliverz
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von oliverz »

Klaus M hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 10:42 Es müssen nicht immer die Hersteller schuld sein
https://www.autozeitung.de/ecall-2g-abs ... 09482.html

Klaus
Da stellt sich aber die Frage, warum im Jahre 2023 2G bzw. 3G-Karten noch verbaut wurden bzw. vielleicht heute noch verbaut werden. Das die 2G/3G-Netze nicht ewig laufen ist klar. Zudem könnten die Autohersteller einen Austausch des entsprechenden Bauteils mit neuerer Kartengeneration anbieten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht möglich wäre.

Dafür kauft die Bahn zwar in Europa hergestellte aber letztlich Chinesische Busse und die "intelligenten Stromzähler" (aus China) werden auch kurz über lang Pflicht.

Gut, dass Märklin uns nichts in Digital anbietet, sonst könnten unsere Loks auch noch ferngesteuert still gelegt werden :d+w:

Viele Grüße
Oliver
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von eXact Modellbau »

Das ist ein interessantes Thema!
Ich habe heute nebenbei im Autoradio gehört, dass Deutschland Drohnen bestellen möchte. Es wurde von jemandem davor gewarnt, die Drohnen bei einem bestimmten Hersteller zu bestellen, weil dort Peter Thiel beteiligt ist. Wenn man jetzt den YouTube Bericht dazu im Kopf hat, macht das schon Sinn. Was ist, wenn die Firma von Peter Thiel in der Software hinterlegt, was angegriffen werden kann und was nicht. Oder ob die Drohne funktioniert, oder nicht.

Ich hoffe, wir gehen nicht wieder mit der Diskussion in die Weltpolitik. Sollte mein Beitrag schon der Auslöser dazu sein, bitte löschen.
Michael Bahls
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Re: Warum Hacker Züge reparieren mussten

Beitrag von Michael Bahls »

eXact Modellbau hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:12 Es wurde von jemandem davor gewarnt, die Drohnen bei einem bestimmten Hersteller zu bestellen, weil dort Peter Thiel beteiligt ist. Wenn man jetzt den YouTube Bericht dazu im Kopf hat, macht das schon Sinn. Was ist, wenn die Firma von Peter Thiel in der Software hinterlegt, was angegriffen werden kann und was nicht. Oder ob die Drohne funktioniert, oder nicht.

Ich kenne den nicht, klär mich mal auf. War der das auch bei den polnischen Zügen? Oder hat der sowas schon mal gemacht?

Viele Grüße,
Michael
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